Freitag, 20. Dezember 2013

Heute war der letzte Schultag vor den Ferien. Ich habe mich in die Schule geschleppt, mich auf den Stuhl gesetzt, und diese 3 Blöcke über mich ergehen lassen. Erst LZ, wo wir allerdings nur irgendwelche Spiele gespielt haben, dann Mathe, und dann haben wir noch einen Film geschaut. 
Und als es dann hieß "Schöne Ferien, ich wünsche euch ein schönes Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr, habe ich schnell meine Sachen zusammen gepackt, und war schon auf dem weg zur Tür, als ich meinen Namen höre. "Mila, Mila! Warte, ich habe noch was für dich!" Vor mir steht V., mit breitem Grinsen, und drückt mir ein Geschenk in die Hand. "Ich hoffe es gefällt dir. Ich muss jetzt los, schöne Weihnachten!" Sie nimmt mich schnell in den Arm, und geht aus der Tür. Ich hätte nicht gedacht, das ich ein Geschenk bekomme. Von niemanden. Ich habe dieses Jahr mit gar nichts gerechnet.

In dem Geschenk (Ja, ich habe es schon aufgemacht), war ein Armband, mit einem Eulenanhänger, Süßigkeiten, und ein Brief drinnen. Und den Brief wollte ich euch zeigen.

Schöne Weihnachten und schöne Ferien, Mila!

Erstmal ein paar Sätze, warum ich dir dieses Geschenk schenke:

Du bist der wundervollste Mensch den ich kennen lernen durfte.
Ich liebe deine Art die Dinge zu sehen, dennoch kenne ich dich nicht wirklich,

weil du ein verschlossener und zugleich lebensfroher Mensch bist.
Ich hoffe einfach das wir uns wieder Näher kommen!

So, kommen wir zu deinem Geschenk.


Blau/Braun habe ich genommen, weil es mich an deine Augen erinnert,
die Eule soll das Verschlossene, aber dennoch Offene darstellen. 


Ich habe dich lieb,
V. 


Sowas habe ich nicht verdient.

Montag, 16. Dezember 2013

"Wenn ich mich nicht schneiden darf, hungere ich eben. Du kannst das doch auch so gut, kannst du mir vielleicht Tipps geben, oder so?"


Sonntag, 15. Dezember 2013

Mache meinen Körper kaputt. Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr weiter, bin mit meinen Latein am Ende.
Entweder ich esse kaum was, oder ich stopfe alles in mich hinein, und erbreche es danach. Ich bekomme meine Tage nicht mehr, die Haare fallen mir aus, ich würde am liebsten den ganzen Tag lang schlafen, aber das geht beim besten Willen nicht. Das Leben lässt mir keine Auszeit.
Bin so unendlich müde, müde vom Leben. Es wird wieder schlimmer, ich dachte, ich bin über die Gedanken des Suizids hinweg, seitdem ich vor knapp einem halben Jahr in der Klinik war. Aber dem scheint nicht so zu sein. Ich weiß nicht was ich tun soll. Psychologin? Ja? Nein? Es ist so ein durcheinander in meinem Kopf, es ist einfach zuviel. Ich will hier weg, ich will hier nur noch weg.

Montag, 9. Dezember 2013

22:31, und ich kann nicht schlafen. Dabei bin ich so müde, schlafe schon halb in der Schule ein. 

Ich kann mit meinem Leben nicht umgehen. Zu viel Verantwortung, zu viel Angst. In einem halben Jahr heißt es Adiéu Schule, und Hallo Arbeitswelt. Wieder neue Menschen, wieder eine neue Umgebung. Ich hasse sowas. Ich habe nur noch ein halbes Jahr, um meine Noten hoch zu reißen. Eigentlich dachte ich das es einigermaßen läuft in der Schule. Heute haben wir Sozi. wieder bekommen, und ich habe doch tatsächlich eine zwei geschrieben. Aber ich komme nicht mit. In den wichtigen Fächern, Mathe, Englisch, Chemie, komme ich einfach nicht mit. Ich verstehe es nicht. Manchmal komme ich mir so dumm vor, das ich die Tränen zurückhalten muss. Ich habe Angst zu versagen. Ich habe Angst nicht genug zu sein. Ich habe Angst mir alles selbst kaputt zu machen. Wen ich an die Prüfungen im Mai denke, wird mir richtig übel.
Wen ich meine Psyche nicht langsam in den Griff bekomme, und nicht Anfange normal zu Essen, kann ich das alles sowieso vergessen.
Ich brauche Hilfe. Will sie aber nicht annehmen. 
Ich atme noch, aber ich bekomme so schlecht Luft. Ich laufe noch, aber jeder Schritt schmerzt. Ich rede noch, aber die Wörter die ich sage sind gelogen.